Jürgen Mümken
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Die Garantie der Freiheit ist die Freiheit. - Michel Foucault

Architektur ist mehr als Philosophie
Neues Bauen und die Taylorisierung des Lebens

Die Architektur und der Städtebau sind mehr als nur eine philosophische oder ästhetische Frage, es geht vor allem um die Organisierung des privaten und des öffentlichen Raumes. Dabei haben selbstverständlich auch immer Vorstellungen von einer bestimmten Gesellschaft eine Rolle gespielt aber vor allem die ökonomischen Rahmenbedingungen und die Form der kapitalistischen Vergesellschaftung. Beim Neuen Bauen ging es nicht um eine neue Ästhetik für eine »bessere« Welt, sondern um die Durchsetzung neuer Produktions- und Konsumformen, die sich aber nicht mit einer freien sozialistischen Gesellschaft vereinbaren lassen. In den 20er Jahren wurde nicht nur die Produktion, sondern auch die Stadt, das Haus und der Haushalt taylorisiert oder zumindest die Grundlage dafür geschaffen. Dies war eine Voraussetzung für die fordistische Formation in den 50er und 60er Jahren. Das Neue Bauen und das Neue Wohnen waren Bestandteile der kapitalistischen Modernisierung (Industrielle und Soziale Rationalisierung) der 20er Jahre. Daß das Neue Bauen auch in Rußland eine Rolle gespielt hat, zeigt nur, daß dort die kapitalistische Form der Produktion nie aufgegeben wurde. Die Erfahrungen aus dem Neuen Bauen bestimmten den Sozialen Wohnungsbau der 50er, 60er und 70er Jahre.

Taylorismus: Die Enteignung der ArbeiterInnen

»Jede Kontrolle über die Arbeiter blieb äußerlich und scheiterte daran, daß das Wissen über den Arbeitsprozeß in ihren Köpfen und nicht beim Management lag.« (Ebbinghaus 1984, 52) An diesem Problem setzt der Taylorismus an. Frederick Winslow Taylor (1856-1915) gilt als der Begründer der »wissenschaftlichen Arbeitsorganisation«. Taylor wollte auf der Grundlage von Zeit- und Bewegungsstudien die Arbeit neu organisieren. Der Produktionsprozeß sollte in einzelne Arbeitsgänge zergliedert, zum anderen sollten die ArbeiterInnen in »PlanerInnen« und »Ausführende« aufgeteilt werden.
»Die tayloristische Neuorganisation der Arbeit brachte die Rationalisierung der Arbeit und damit einhergehend eine Produktivitätssteigerung nicht dadurch, dass sie das Wissen über die Arbeitszusammenhänge erhöhte und die einzelnen Handgriff und ihre Abläufe verbesserte. So weist Taylor etwa darauf hin, daß die Rationalisierung der Mauererarbeit durch seinen Kollegen Frank Gilbreth keinerlei Erkenntnisse gebracht hätte, die die unzähligen Maurergenerationen in den vier Jahrtausenden dieses Metiers nicht schon erworben hätten. Entscheidend ist im Gegenteil, dass den Arbeitenden diese Kenntnisse und Fertigkeiten enteignet werden und fortan von der Betriebsleitung zusammengetragen, klassifiziert, neu gegliedert und in Netzpläne, Tabellenform und dergleichen eingebracht werden. Ziel ist die Verschiebung der Akkumulation von Wissen über den Produktionsprozess von den Arbeitenden weg und damit hin auf die Ebene der Betriebsleitung.« (Strehle 1991, 104) In der Fabrik von Taylor werden die ArbeiterInnen von der geistigen Arbeit »befreit«, das Denken über die Produktionsabläufe geht vollständig in die Planungs- und Arbeitsbüros über. Der Taylorismus ist also in erster Linie eine Enteignung des Produktionswissens der ArbeiterInnen, um so die ArbeiterInnen besser kontrollieren zu können. Der Taylorismus wird aber häufig nur auf die Produk¬tion bezogen, und es wird nicht gesehen, daß das Denken des Taylorismus auch auf andere Bereiche des Lebens (z.B. Wohnen) ausgeweitet wurde.

Taylorisierung und Rationalisierung der Produktion

Ab 1923/24 setzte das deutsche Kapital auf »ein neues, wesentlich auf intensiver Rationalisierung und tayloristischer Arbeitsorganisation beruhendes Akkumulationsmodell (...) Es ist die Strategie einer durchgreifenden Erhöhung der Produktivität.« (Hirsch/Roth 1986, 49) Vorbild für das deutsche Kapital war der us-amerikanische Unternehmer Henry Ford, der als erster das Fließband in die Produktion einführte, dadurch wollte er sein »Modell T« preiswert für einen Massenmarkt produzieren. Mit hohen Löhnen motivierte er die Arbeiter die unqualifizierte, stupide Arbeit zu verrichten. Frauen wurden zu Niedriglöhnen eingestellt. Die Kontroll- und Überwachungsmechanismen wurden weiter ausgebaut, um eine reibungslose Massenproduktion zu garantieren. Durch eine enorme Stei¬gerung der Produktivkraft und relativ hohe Löhne sollten die ArbeiterInnen allmählich in die Lage versetzt werden, KonsumentInnen ihrer eigenen Produkte zu werden. In Deutschland wurde 1923 bei Opel und ein Jahr später in der Berliner Zählerfabrik der AEG das Fließband eingeführt.
Die SPD und ihre reformistischen Gewerkschaften setzten ebenfalls auf den neuen »organisierten Kapitalismus« und einer sogenannten »Wirtschaftsdemokratie«. Aber auch die KPD und die ihr nahestehenden ArbeiterInnen unterlagen der Faszination der neuen Produktionstechnologien, obwohl es auch Kritik von der KPD an der Rationalisierung gab. »Die KPD wies auf Arbeitslosigkeit, Lohnsenkungen und Steigerung der Unfallzahlen als Rationalisierungsfolgen deutlicher hin als die Freien Gewerkschaften (...) Für die KPD war die Rationalisierung eine weitere Etappe der Verelendung der Arbeiterklasse.« (Stollberg 1981, 105)
Obwohl die KPD die Folgen der Rationalisierung und des Taylorismus kritisierte, glaubte sie, daß die Rationalisierung war für sie eine Übergangsmöglichkeit zum Sozialismus. Im Sozialismus würde der Taylorismus zum Wohle der Menschen eingesetzt werden und nicht im Interesse des Profits. Rudolf Rocker dagegen kritisierte den Taylorismus und die Rationalisierung grundsätzlich. »Er faßte die Taylorisierung der Arbeit als einen Weg auf, der sich von der Menschlichkeit der Arbeit entferne und der daher zum Staatskapitalismus (mit dem Rocker sowohl Hilferdings 'Organisierten Kapitalismus' als auch den Bolschewismus meint), nicht aber zum Sozialismus führe.« (Stollberg 1981, 130; vgl. Rocker 1980, 45-50) Rocker selber:
»Vor allem müssen die Arbeiter erkennen lernen, daß der Weg zum Sozialismus nicht durch die stete Steigerung der persönlichen Leistung und der Produktion im allgemeinen bestimmt wird. Der Mensch ist schließlich nicht der Wirtschaft wegen da, sondern die Wirtschaft sollte ihm nur ein Mittel sein, sein Leben freier und angenehmer zu gestalten. Gerade dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen des sozialistischen Gedankens.« (Rocker 1980, 48f)

Taylorisierung der Wohnungsproduktion
und fordistischer Wohnungsbau in den 20er Jahre

Während im Konsum- und Investitionsgüterbereich das private Kapital Trägerin einer Taylorisierung und Rationalisierung der Produktion war, sah dies im Wohnungsbau anders aus, dort übernahmen die gewerkschaftseigenen »Bauhütten« in Zusammenarbeit mit sozialdemokratischen Kommunen die Vorreiterrolle. »Die 'Soziale Bauwirtschaft' in der Form von 'Bauhütten' sind in den 20er Jahren auf Grundlage der Konzeption des Berliner Baustadtrats Martin Wagner als gewerkschaftseigene Baubetriebe gegründet worden, (...) und bis zum Machtantritt des Faschismus die maßgebliche Form gemeinwirtschaftlicher Produktionsbetriebe im Bausektor gewesen.« (Krätke 1990, 271)
Da für Wagner eine nicht-kapitalistische Verwendung öffentlicher Gelder nicht in Frage kam, fand der Wohnungsbau durch die gewerkschaftseigenen »Bauhütten« auf einer kapitalistischen Grundlage statt. Wagner wollte auch die freie Konkurrenz der Baubetriebe und eine »individuelle Bewertung und Ablohnung der Arbeitsleistung. Mit der Beseitigung der Ausbeutung der individuellen Arbeitskraft im kapitalistisch organisierten Unternehmerbetrieb wird der Weg frei für die Einführung der Akkordarbeit und der wissenschaftlichen Betriebsführung (Taylorismus), die für den Aufbau einer neuen rationellen Bauwirtschaft von entscheidenen Einfluß sind.« (Wagner 1919, 44) Wagner wollte an der kapitalistischen Produktionsweise festhalten, und den Taylorismus als Mittel der Produktivitätssteigerung einsetzen.
Die Bauhütten arbeiteten meist mit den kommunalen Verwaltungen zusammen. »Die kommunale Organisierung von Wohnungsbau stützte sich weitgehendst auf die von der Kommune kontrollierten Wohnbaugesellschaften, die bereits Erfahrungen gesammelt hatten. Finanzierung (Hauszinssteuer), Grundeigentum (Vorratspolitik) und Baustoffpreise (städtische Ziegeleien) setzten jedoch Grenzen der Verbilligung. Angriffspunkt konnte also nur die Baumethode sein: Steigerung der Produktivität durch Intensivierung der Produktivkräfte. Setzte diese 'Industrialisierung' der Bauproduktion, wie bei anderen Produktionsprozessen auch, am Arbeitsmittel an, so hatte die begrenzte Ersetzung von Handarbeit durch Maschinen (Bauplattenfabrik, Organisation der Baustelle) eine neue Anordnung von lebendiger Arbeitskraft und Maschine sowie neue Kontrollverfahren zur Folge: in der Rationa¬lisierung des zeiträumlichen Arbeitsablaufes (Zeitstudien) und der Verwissenschaftlichung des nun vom Massen-Arbeiter abgespaltenen Produktionswissens (wissenschaftliches Management) wurde der Produktionsprozeß der Tendenz nach taylorisiert. Damit transformiert sie auch die architektonische Arbeit im Siedlungsbau zur konstruktiven Abteilung von Wohnungsbaugesellschaften: Neues Bauen.« (Prigge 1986, 38) Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit ist Frankfurt, wo der fordistische Wohnungsbau in den 20er Jahren am entwickeltsten war. (vgl. Andernacht/Kuhn 1986) Die Siedlungen des »Neuen Frankfurts« (Siedlung Römerstadt, Westhausen, Braunheim, Bornheimer Hang, Bruchfeldstraße), die unter der Oberleitung des Stadtbaurates Ernst May entstanden, galten damals als Wegweiser des Neuen Bauens.
So liegt die Bedeutung des Neuen Bauens auch nicht im Kampf gegen die Wohnungsnot, sondern in der Rationalisierung und Modernisierung der Bauproduktion. »Im Unterschied zu den englischen Kommunalen Baubetrieben jener Zeit sind die deutschen Bauhütten-Betriebe nicht zur Sicherung kontinuierlicher Beschäftigungsverhältnisse angetreten, sondern haben die klassischen kapitalistische Arbeitsmarktsegmentierung ausgenutzt. Die Durchsetzung der fortgeschrittensten kapitalistischen Methoden der Rationalisierung der Bauarbeit standen im Vordergrund.« (Krätke 1990, 283)
So haben die reformistischen ArbeiterInnen mit ihrer Begeisterung für Taylorismus und Fordismus und durch den Aberglaube an die »Wirtschaftlichkeit« dazu beitragen, die Arbeit immer mehr zu entfremden. Die Rationalisierungskonjunktur wurde vor allem von der professionellen ArbeiterInnenbewegung in der zweiten Hälfte der 20er Jahre als ein Stück »sozialistischen« Fortschritts begrüßt. In Wirklichkeit haben sie nur bei der Neufindung und Durchsetzung einer neuen kapitalistischen Formation mitgeholfen. Abschließend kann über das Neue Bauen gesagt werden:
»Insgesamt hat die 'Soziale Bauwirtschaft' der 20er Jahre einem sektoral begrenzten Rahmen eine Reihe von zentralen Elementen der erst nach dem zweiten Weltkrieg gesamtgesellschaftlich durch¬gesetzten Formation des 'Fordismus' eingeführt: Die Rationalisierung der (Bau-) Produktion nach den Prinzipien des Taylorismus in Verbindung mit dem Versuch einer weitestmöglichen Maschinisierung und dem Übergang zur Fließfertigung (Bauhütten-Betriebe); die Restrukturierung der industriellen Organisation durch Bildung von Großbetrieben und weitestmögliche Zentralisierung der industriellen Organisationsbeziehungen durch Bildung von konzerntypischen Unternehmenshierarchien; (...) Was diesem 'sektoralen Fordismus' aber fehlte, war eine den Zusammenhang dieses Produktions- und Konsummodells stabilisierende gesellschaftliche Regulation, die nicht auf sektoral begrenzter Ebene realisierbar war. Insofern konnte die Soziale Bauwirtschaft der 20er Jahre nur ein früher 'Vorreiter' des Fordismus sein.« (Krätke 1990, 284)

Taylorisierung des Wohnens

Die neue Form der Wohnungsproduktion setzt die Produktion und Konsumtion von Wohnungen in ein neues Verhältnis. »Wer in einer zusammenhängenden Siedlung 1000 Wohnungen auf einmal so billig als möglich erbauen soll, ist schon allein durch diese Aufgabe gezwungen, nicht nur den Bauvorgang selbst, sondern auch die Verwendung des Produkts zu organisieren. Er muß mit dem Bedarf, den Lebensgewohnheiten und Zahlungsmöglichkeiten einer Masse von Mietern rechnen, und zwar muß er annehmen, daß er es mit einem bestimmten Allgemeindurchschnitt zu tun hat, von dem der einzelne nur wenig abweicht. (...) Dabei ist man in der Festsetzung dessen, was als Mindestwohnraum für die normale Durchschnittsfamilie zu gelten habe, vielfach sehr tief heruntergegangen. Und die Architekten, die beauftragt worden sind, derartige Mindestwohnungen zu entwerfen, haben dafür den Ausdruck gefunden, daß man sie zwinge, den Meter zu 90 Zentimeter zu rechnen. Immerhin bleibt man fast durchweg dabei, die Familie, aus Mann, Frau und 1 bis 3 Kindern bestehend, als normale Lebensform der weitaus überwiegenden Mehrzahl der Menschen zu betrachten und ihren Mindestwohnbedarf als Grundlage zu nehmen. Nur wenige Ledigheime, Häuser für berufstätige, alleinstehende Frauen und dgl. geben Zeugnis dafür, daß man sich auch an das Vorhandensein anderer Lebensformen erinnerte. Für die Normalfamilie jedoch wurden die Wohnungsbedürfnisse zwangsweise vereinheitlicht; in einer Fülle von technischen Arbeiten, Zeichnungen und Bauten haben die Architekten der heutigen Zeit versucht, klarzulegen, wieviel Schlafräume eine solche Familie braucht, ob sie ein Wohnzimmer mit Kochnische oder eine Wohnküche benötigt, wie die Räume am besten zueinander angeordnet werden, damit überflüssige Arbeitswege der Hausfrau vermieden werden, und dgl. mehr.« (Schwab 1973, 27ff)
Die Wohnformen und Wohnbedürfnisse der Menschen mußten vereinheitlicht werden, da die tayloristische Produktionsweise auf einen Massenkonsum ausgerichtet ist, das Ergebnis dieser Art der Produktion ist das Standard-Produkt »Wohn-Ford« (Giedion). Die wirklichen Wohnbedürfnisse der Menschen spielten dabei keine Rolle. Die ArchitektInnen orientierten sich nicht an den Bedürfnissen der Menschen, sondern an den Erfordernissen der neuen Art der Produktion. Ernst May formuliert dies so:
»Eine sorgfältige Erforschung der soziologischen und biologischen Grundlage des menschlichen Wohnungsbaues wird zur Folge haben, daß wir den Menschen künftig nicht mehr eine beliebige Wohnung zur Verfügung stellen, sondern daß wir für bestimmte Menschengruppen, geschichtet nach Kopfzahl und Wirtschaftskraft, das Wohnungsminimum fixieren und darauf hinarbeiten, einem jeden seine 'Ration' Wohnung in möglichst vollkommener Weise zu beschaffen. Bauwissenschaft und Hygiene werden sich mit der Psychologie verbinden müssen, um die Wohnung zu schaffen, die technisch vollendet und dabei doch menschlich gestaltet ist.« (May 1984, 224)
Die ArchitektInnen gaben sich nicht mit der Normierung des Wohnens zufrieden, das Wohnen sollte auch taylorisiert werden. »Von solch einer Architektur geht ein stiller, aber sehr wirksamer Zwang aus. Und wir finden ihn nicht nur im Stadtkörper, den die Charta von Athen in vier voneinander streng zu trennende Funktionen zergliederte, sondern auch in der taylorisierten Zerlegung der einzelnen Wohnung, die in ihrem Inneren die Serialität genormter Lebenszusammenhänge zu wiederholen trachtet. 1930, drei Jahre vor der Verabschiedung der Charta, nennt der Deutsche Verein für Wohnungsreform in seinem Handwörterbuch des Wohnungswesen, daß vier Bedingungen gewährleistet sein müssen, um ein zeitgemäßes Wohnen zu ermöglichen:
'Erwünscht ist es, daß auch in den Kleinstwohnungen die vier wichtigsten Vorgänge in der Wohnung: 1. das Kochen, 2. das Essen und Wohnen, 3. das Schlafen, 4. das Waschen und Reinigen räumlich auseinandergehalten werden. Die Aufstellung von Betten in Wohnzimmer ist zu verwerfen, desgleichen die Benutzung der Küche zum Essen und Wohnen ... Grundrisse, die die Aufstellung von Betten im Wohnzimmer begünstigen oder auch das Wohnen im Kochraum ermöglichen, sind schlecht. Die Aufstellung von Betten in Küchen, die leider in alten Wohnungen oft erfolgte, müßte aus gesundheitlichen Gründen allgemein polizeilich untersagt werden ... Um die Anlage kostspieliger, unnötiger großer Flure zu vermeiden, kann es zweckmäßig sein, einen der beiden Schlafräume nicht unmittelbar vom Flur aus, sondern nur durch den Wohnraum zugänglich zu machen. Gegen diese Raumordnung sind kaum Bedenken zu erheben, weil eine zweckmäßige Kleinstwohnung so zugestalten ist, daß Untermieter nicht aufgenommen werden können.' (vgl. Gleichmann 1980, S. 18)
Der Grundriß der Wohnung soll also nicht nur so knapp gehalten werden, daß 'unnötige' soziale Verflechtung möglichst ausgeschlossen sind, sondern soll auch so gestaltet sein, daß in bestimmten Räumen nur ein bestimmtes Verhalten möglich ist, und wenn es nicht erzwungen werden kann, so soll es doch steinhart nahegelegt werden.« (Lesemann 1982, 145f)
Hier wird deutlich, daß es bei dem Neuen Bauen und Neuen Wohnen um eine Normierung von Lebensgewohnheiten der unteren Schichten geht. Die Familien der unteren Schichten sollen sich nach den Bedürfnissen der tayloristischen Produktionsweise organisieren, und nicht nach ihren individuellen Bedürfnissen. »Alles, was zum 'Leben' gehört, wird funktionalisiert in der funktionalen Wohnung, und es wird exakt verortet: Kochen in der Küche, Baden im Bad, Schlafen im Schlafzimmer, Schreiben im Schreibzimmer, Essen im Eßzimmer und ... Wohnen (als funktionalistische Rest- und Sammelkategorie) im Wohnzimmer. So lernen wir zuhause, wie das Leben draußen ist.« (Lesemann 1982, 146)
Doch der Funktionalismus der ArchitektInnen war bei den Grundrissen noch nicht zu Ende, die Wohnung wurde zum Experimentierfeld von ArchitektInnen, KünstlerInnen und MöbeldesignerInnen um für die neue Wohnung auch neue funktionale Einrichtungsgegenstände zu entwickeln. Doch wie sollten die ArbeiterInnen, die vielleicht nicht einmal genug zum Leben hatten, auch noch neue Möbel kaufen. Adolf Behne sieht das Problem so:
»Der Mieter kann doch in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle gar nicht anders. Daß der sich eine neue Einrichtung kaufen könnte, ist die Ausnahme, daß er sich eine moderne, gute Einrichtung sorgfältig aussuchen könnte, das ist erst recht eine Ausnahme, denn so ganz billig ist die heute nicht zu haben, und das Suchen kostet auch Geld; und gar der Fall, daß er sich für die neue Wohnung eigens entworfene Möbel könnte bauen lassen, kann als äußerst selten außerhalb der Betrachtung bleiben. Im allgemeinen ist es so, daß der Mieter mit alten Möbeln einzieht oder mit Möbeln, die vielleicht neu fabriziert sind, aber nach dem Muster der alten.« (Behne 1927, 26f)
Außerdem hatten wohl die meisten MieterInnen eine eigene Vorstellung davon, wie sie ihre Wohnung einrichten möchten. Die Ablehnung der neuen Möbel kann aber auch als Abwehr gegen die Standardisierung gewertet werden. Die Menschen waren in den 20er Jahren noch nicht soweit normiert, daß sie jede Standardisierung annahmen und ihre Individualität aufgaben.
Taut gehörte zu den wenigen ArchitektInnen, die davor warnten, »die Bewohner für neue Bauprogramme sich zu 'konstruieren' und die Armut des Proletariats außer acht zu lassen. Er spottete über das kleine Buch 'Befreites Wohnen' von Sigfried Giedion, weil er funktionelle Grundrisse bevorzugte, die dem Bewohner vorschreiben, wo gegessen und geschlafen wird. Hier triumphiere nicht der 'befreite Bewohner' sondern der 'losgelassene Architekt'. (...) Eine Wohnung müsse eine neutrale Haltung haben, für alle passen und nichts vorschreiben.« (Junghanns 1970, 75)

Taylorisierung des Haushalts

Das ganze Leben der Menschen - vor allem der ArbeiterInnen - sollte dem Taylorismus unterworfen werden. So ist auch konsequent, wenn die ArchitektInnen auch eine Taylorisierung des Haushalts anstrebten. Die Mechanisierung des Haushalts hatte zwar schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem in den USA begonnen (vgl. Giedion 1982 557-675), bekam aber unter der Verwendung des tayloristischen Prinzips eine neue gesellschaftliche Funktion. Neben dem Taylorismus spielten auch die Hygienevorstellungen des Neuen Bauens (vgl. Arndt 1994) in Konzept des rationalisierten Haushalts eine Rolle.
»Die Erziehung der Frau zur Hygniene-Expertin hängt eng mit der Verwissenschaftlichung und Rationalisierung der Hausarbeit zusammen. Das Konzept der Rationalisierung geht davon aus, die Arbeitsabläufe im Haushalt durch die Übertragung der arbeitswissenschaftlichen, tayloristischen Grundsätze auf die Hausarbeit ebenso wie die Fabrik strukturieren, organisieren und dadurch rationalisieren zu können. Ziel der Rationalisierung war die Leistungsfähigkeit und Arbeitsfreude der Hausfrau zu steigern. Durch den erzielten Zeitgewinn sollte die Frau von überflüssiger und 'unschöpferischer' Hausarbeit zugunsten planmäßiger und 'schöpferischer' Arbeit befreit werden.« (Arndt 1994, 70)
Die Rationalisierung des Haushalts wurde von Anfang an mit der »Frauenfrage« verknüpft. (vgl. Kittler 1980, 61-81) Die ArchitektInnen erkannten, daß sie nur über die Frau ihr Hygiene-Vorstellungen vermitteln konnten, deswegen sprechen die ArchitektInnen häufig von der »notwendigen Befreiung der Frau« (Taut), von »innerer Gleichberechtigung der Geschlechter« (Meyer) und der »Förderung der weiblichen Emanzipation« (Gropius). »Gleichzeitig wird der Frau vom Neuen Bauen ein eigener Aufgabenbereich zugewiesen. Die Differenz zwischen 'weiblichem Weltort' und dem 'Weltort des Mannes' wird betont.« (Arndt 1994, 68)
Viele Frauen hofften auf eine Aufwertung der Hausarbeit, wenn diese industrialisiert würde. Es ging dabei um eine Aufwertung der Hausarbeit innerhalb des Wertesystens der patriarchal-kapitalistischen Gesellschaft. »Die Küche - 'Fabrik des Hauses' - wurde als Arbeitsplatz akzeptiert und in seiner Bedeutung mit der Arbeit außer Haus gleichgesetzt. Sie - die Küche - wurde Gegenstand von Arbeitsplatzanalysen; es wurden Zeit- und Bewegungsstudien durchgeführt, die sich an Speisewagen- und Schiffsküchen orientierten, bei denen auf kleinstem Raum unter Beachtung der Arbeitsreihenfolge alles so angeordnet ist, daß das notwendige Material mit wenigen Schritten und Griffen erreicht werden kann.« (Lustig/Armbröster 1982, 20) Durch das Buch »Die rationelle Haushaltsführung« wollte Christine Frederick die wissenschaftliche Betriebsführung auf den »Betrieb Haushalt« übertragen. (Frederick 1922)
Bei der Rationalisierung des Haushalts ging es um die Erleichterung der Hausarbeit, die aufgrund der patriarchalen Arbeitsteilung zumeist von den Frauen verübt wurde, aber auch um eine Zeitersparnis für die Frauen. Die nun gewonnene (Arbeits-)Zeit sollte für die Betreuung von Kindern oder aber für ein Lohnarbeitsverhältnis eingesetzt werden. Bei der »Befreiung der Frau von der Hausarbeit« ging es nicht um eine nicht-patriarchale Neuorganisierung der häuslichen Arbeit, sondern um die Erhöhung der Produktivkraft der Frau.
Die »Frankfurter Küche« ist der Prototyp für die Rationalisierung des Haushalts. Die »Frankfurter Küche«, die streng nach tayloristischen Prinzipien von Grete Schütte-Lihotzky in Zusammenarbeit mit Hausfrauen entwickelt wurde, wurde zum Leitbild für die fordistische Küche. (vgl. Schütte-Lihotzky 1984) Es wurden Küchen für den Haushalt ohne Hausgehilfin, mit einer oder zwei Hausgehilfinnen entworfen, um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen. Als »Frankfurter Küche« wird aber die Küchenart für den Haushalt ohne Hausgehilfinnen bezeichnet. Aus psychologischen Gründen forderte Christine Frederick eine Aufhebung der Wohnküche.
»Eine wenn auch noch so kleine Küche, in der aber nur die Speisen zubereitet werden, und ein besonderes Wohnzimmer, in das sich die Hausfrau nach getaner Arbeit zurückziehen kann, wird viel zur Hebung der allgemeinen Stimmung betragen.« (Frederick 1922, 32)
Eine »ideale Küche« ist demnach klein und kompakt. Das Kochen oder andere Arbeiten, die in der Küche zu verrichten sind, können aus Platzgründen nur von einer Person - in der Regel der Frau - ausgeführt werden, zum anderen wird der »Arbeitsplatz« der Hausfrau vom Leben der Familie abgetrennt. In den Jahren 1926-1930 wurden etwa 10.000 Küchen nach dem Modell der »Frankfurter Küche« hergestellt.
Bei der Rationalisierung der Hausarbeit ging es nicht ausschließlich um eine Verbesserung der Situation der Frauen. Dr. Erna Meyer beschreibt dies sehr bezeichnend:
»Die 'gesamte' Industrie nämlich müsse sich energisch für eine Rationalisierung des Haushalts einsetzen, denn es liegt auf der Hand, daß hier jeder Fortschritt unmittelbar auch ihr zugute kommt: der Arbeiter und Angestellte, der sein gut zubereitetes Essen rechtzeitig vorgesetzt erhält, der seiner Kinder wohl aufgehoben und beschäftigt, seine Frau nicht überarbeitet weiß ..., der in den daheim zugebrachten Stunden einen reibungslos arbeitenden Haushalt und damit eine behagliche Häuslichkeit um sich sieht, wird nicht nur körperlich, sondern auch seelisch ruhiger seine tägliche Arbeit verrichten und entsprechend mehr leisten können.« (Meyer 1922, 118f)
Es ist jedoch zu bezweifeln, daß der rationalisierte Haushalt wirklich eine Entlastung für die Frauen bedeutete. An welche Schicht wurde gedacht? In den Äußerungen der 20er Jahre ging es auch immer um die proletarische Frau, war aber ihre Situation nicht eine andere?
»Die übervölkerten Elendsquartiere des Proletariats zwangen die Frauen zur Einschränkung jeder Hausarbeit auf das absolut Notwendigste. Alles Überflüssige war aus der Not heraus eliminiert worden. Es ist die Frage, ob die Hausarbeit als Kategorie hier überhaupt existierte, denn die Frauen mußten wohl oder übel durch Lohnerwerb zum Unterhalt ihrer Familien beitragen. Die Vorstellung von der Frau als 'Schöpferin' scheint unter solchen Umständen gänzlich absurd.« (Stahl 1977, 105)
An welche Frauen richtete sich also die Rationalisierung? Immer mehr Mittelstandshaushalte konnten sich keine Haushaltsgehilfin mehr leisten. Auch immer mehr Mittelstandsfrauen gaben sich mit ihrer Hausfrauenrolle nicht zufrieden und wollten ebenfalls arbeiten.
»Die Hausarbeit wurde zum Beruf aufgewertet, um sie für die bürgerliche Frau akzeptabel zu machen.
Die Interessen nach Rationalisierung und Professionalisierung der Hausarbeit, die Schaffung des 'trauten Heims' oder die Zufriedenstellung der Arbeiterschicht und das Erlangen eines neuen Bewußtseins und Standes für das verarmte Bürgertum wurden in der Bewegung miteinander vermischt und letztendlich unter einem gemeinsamen Ziel dargestellt, dem Deckmantel der Vergesellschaftung der Hausarbeit. Aber wurde denn nicht eine Solidarisierung der Hausfrauen schon dadurch verhindert, daß ihre Vereinzelung und Isolation in der Gesellschaft durch die 'Küchenzelle' in jeder Wohnung weiterhin propagiert wurde? Getreu dem Motto: 'Jeder kocht sein eigenes Süppchen!'« (Lustig/ Armbröster 1982, 58)

Neues Bauen, Neues Wohnen und Fordismus

Der Taylorismus ist eine Grundlage der kapitalistischen Formation Fordismus. Als Fordismus wird die gesellschaftliche Formation in den 50er bis 70er Jahren bezeichnet. Die Durchsetzung des Fordismus bedeutete eine Durchkapitalisierung des ganzen Alltages. Im prä-fordistischen Kapitalismus waren die ArbeiterInnen vor allem ProduzentInnen von Investitionsgütern , im Fordismus waren sie nicht nur ProduzentInnen aller möglicher Waren, sondern auch zunehmend KonsumentInnen derjenigen Waren. Die Konsumkraft der ArbeiterInnen sollte jetzt verstärkt ausgeschöpft werden. Dies konnte aber nur funktionieren, wenn die Kosten der Produktion sinken und die Reallöhne der ArbeiterInnen steigen, da sie sonst nicht als KonsumentInnen am Markt auftreten können. Für die Massenproduktion mußten aber Massenbedürfnisse geschaffen werden, dabei spielte das Neue Bauen und Neue Wohnen eine besondere Rolle. Die Normierung des Lebens führte auch zu einer Normierung der Bedürfnisse, die eine Standardisierung von Konsumgütern und somit die Massenproduktion erst möglich machte.
Der Fordismus bedurfte einer sozialen, wirtschaftlichen und politischen Stabilität. Der fordistische »Soziale Wohnungsbau« nach dem Zweiten Weltkrieg, der aus den Erkenntnissen des Neuen Bauens entwickelt wurde, war ein wichtiger Faktor der sozialen Stabilität der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Aus den Interessensparteien der Weimarer Republik wurden »Volksparteien«, der DGB und seine Einzelgewerkschaften avancierten zum »Sozialpartner« des Kapitals. Der Klassenwiderspruch des Kapitalismus verschwand so bei immer mehr Menschen aus dem Bewußtsein. Fast alle fühlten sich irgendwie als »Mittelstand«, weil sie am wirtschaftlichen Wachstum teilhatten, sich einen Volkswagen, ein Eigenheim nebst Einbauküche und den Urlaub am Mittelmeer »leisten« konnten. (vgl. Hirsch/Roth 1986, 48)

Fazit

Die Taylorisierung der Produktion war ein Angriff auf die Autonomie der ArbeiterInnen, die Taylorisierung der Wohnung und des Haushalts war ein Angriff auf die Autonomie der Menschen. Die heutige postmoderne Gesellschaft braucht den Taylorismus mit seiner Kontrollfunktion nicht mehr in seiner alten Form. »Moderne Informationstechnologien bilden den technischen Kern einer neuen Form der Kontrolle und Rationalisierung von Arbeit, die durch eine besondere Eigenschaft charakterisiert ist. Die 'Neue Kontrollform' ermöglicht eine wirkliche Kontrolle und Rationalisierung von Arbeit, ohne sie 'auszuforschen', den Arbeitern 'detailliert vorzuschreiben' und vor allem: ohne die Qualifikationsforderungen an die Arbeiter zu senken.« (Manske 1991, 11) Die neuen Technologien ermöglichen neue Kontrollformen. Welche Auswirkungen diese auf die Architektur und den Städtebau haben, müßte erst noch untersucht werden. Ich denke, daß sich vor allem die Bedeutung des öffentlichen Raumes verändern wird. Durch die Computertechnologie können wir uns alle Informationen verschaffen, ohne den privaten Raum zu verlassen. In Zukunft werden wir immer mehr Dinge des Lebens so verrichten. Die Veränderung des öffentlichen Raumes wird mit Sicherheit Einfluß auf die Diskussion zur »Innere Sicherheit« haben und bei der Inszenierung von Angst eine Rolle spielen. Der Taylorismus ist somit nicht überwunden, sondern nur auf eine andere Ebene gehoben worden.
Bei Schaffung einer freien Gesellschaft müßten wir ebenfalls die Gesellschaft von jeder Form des Taylorismus (und anderer Kontrollformen) befreien, wenn wir keinen Staatskapitalismus wie in der Sowjetunion errichten wollen.
Das Neue Bauen und Neue Wohnen kam in den 20er Jahren in einem sozialistischen bzw. sozialreformerischen Gewande, war aber nur eine Etappe in der Modernisierung des Kapitals. Daß SPD und Gewerkschaften die Trägerinnen dieser Modernisierung war, darf uns nicht wundern, denn sie hatten die Überwindung des Kapitalismus schon lange aufgegeben, aber auch die KPD konnte sich von Mythos der »Entwicklung der Produktivkräfte« nicht lösen. Ich weiß nicht, wie AnarchistInnen und AnarchosyndikalistInnen in den 20er Jahren dem Neuen Bauen und Neuen Wohnen gegenüber standen, aber aus heutigen Sicht gibt es daran mehr zu kritisieren als zu loben. Es ist notwendig die kapitalistische Stadt und Architektur zu überwinden, wenn wir eine freie sozialistische (sprich anarchistische) Gesellschaft wollen.

Literatur:

- Andernacht, Dietrich / Kuhn, Gert: Frankfurter Fordismus. In: Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.): Ernst May und das Neue Frankfurt 1925-1930, Berlin 1986
- Arndt, Konstanze: Weiss Rein Klar. Hygienevorstellungen des Neuen Bauens und ihre soziale Vermittlung durch die Frauen, Kassel 1994
- Behne, Adolf: Neues Wohnen - Neues Bauen, Leipzig 1927
Ebbinghaus, Angelika: Arbeiter und Arbeitswissenschaft. Zur Entstehung der »Wissenschaftlichen Betriebsführung«, Opladen 1984
- Giedion, Sigfried: Befreites Wohnen, Braunschweig/Wiesbaden 1984
Gleichmann, Peter Reinhart: Schlafen und Schlafräume. In: Journal für Geschichte 2, 1980
- Hirsch, Joachim / Roth, Roland: Das neue Gesicht des Kapitalismus. Vom Fordismus zum Post-Fordismus, Hamburg 1986
- Junghanns, Kurt: Bruno Taut 1880-1938. Deutsche Bauakademie, Schriften des Instituts für Städtebau und Architektur, Ost-Berlin 1970
- Kittler, Gertraude: Hausarbeit. Zur Geschichte eine »Natur-Ressource«, München 1980
- Krätke, Stefan: Fordistischer Wohnungsbau in Deutschland. »Soziale Bauwirtschaft« der 20er Jahre als Vorreiter. In: Borst, Renate / Krätke, Stefan / - Mayer, Margit / Roth, Roland / Schmoll, Fritz (Hrsg.): Das neue Gesicht der Städte, Basel, Boston und Berlin 1990
- Lesemann, Klaus: Herrschen und Sanieren, Giessen 1982
- Lustig, Ulla / Ambröster, Gerhard: Das 'Neue Bauen' der Zwanziger Jahre und die Entwicklung der funktionalistischen Küche, Kassel 1982
- Manske, Fred: Kontrolle, Rationalisierung und Arbeit. Kontinuität durch Wandel: Die Ersetzbarkeit des Taylorismus durch moderne Kontrolltechniken, Berlin 1991
- May, Ernst: Die Wohnung für das Existenzminimum (1929). In: Hirdina, Heinz: Neues Bauen. Neues Gestalten. Das Neue Frankfurt, Dresden 1984
- Meyer, Erna: Rationalisierung der Verbrauchswirtschaft im Haushalt. In: Technik und Wirtschaft 2/1922
- Prigge, Walter: Regulierung. In: Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.): Ernst May und das Neue Frankfurt 1925-1930, Berlin 1986
- Rocker, Rudolf: Die Rationalisierung der Wirtschaft und die Arbeiterklasse (1927), Frankfurt am Main 1980
- Schütte-Lihotzky, Grete: Rationalisierung im Haushalt (1926/27). In: Hirdina, Heinz (Hrsg.): Neues Bauen. Neues Gestalten. Das Neue Frankfurt, Dresden 1984
- Schwab, Alexander: Das Buch vom Bauen. 1930 - Wohnungsnot, Neue Technik, Neue Baukunst, Städtebau aus sozialistischer Sicht, Düsseldorf 1974
- Stahl, Gisela: Von der Hauswirtschaft zum Haushalt oder wie man vom Haus zur Wohnung kommt. In: Neue Gesellschaft für bildene Künste Berlin (Hrsg.): Wem gehört die Welt, Berlin 1977
- Stollberg, Gunnar: Die Rationalisierungsdebatte 1908-1933. Freie Gewerkschaften zwischen Mitwirkung und Gegenwehr, Frankfurt am Main 1981
- Strehle, Res: Kapital und Krise. Einführung n die politische Ökonomie, Berlin 1991
- Wagner, Martin: Die Sozialisierung der Baubetriebe, Berlin 1919